Vom Lieben und Lügen (2019)
von Annina Furrer

Die Heirat steht immer noch auf Platz eins der Zukunftswünsche von jungen Paaren, obwohl ein hoher Prozentsatz der Ehen heute geschieden wird. Heiraten ist „in“, die Ehe immer noch Inbegriff der ewigen Zweisamkeit und sie soll halten „bis, dass der Tod Euch scheidet.“ Ob verheiratet oder nicht, die meisten Paare wünschen sich eine romantische und zuverlässige Partnerschaft bis ans Lebensende.
Der Film «Heimliche Liebe – Ausrutscher, Seitensprung, Doppelleben» handelt in erster Linie von der Liebe. Mit der Kamera spürt die Regisseurin Annina Furrer unserem Bedürfnis nach tiefer, lebenslanger Verbundenheit in Ehe und Partnerschaft nach und untersucht den weit verbreiteten Wunsch und Anspruch auf sexuelle Treue. Dabei bewegt sie sich in einer Realität voller Ausrutscher, Seitensprünge und heimlichen Liebschaften, in einer Welt von Träumen, Sehnsüchten und Fantasien. Sie geht der Frage nach, wie es kommt, dass praktisch alle Paare den Treuebegriff derart hochhalten und sich dennoch erstaunlich viele nicht daran halten. Sie möchte herausfinden, weshalb auch in Zeiten des „everything sharing“ das Dogma der sexuellen Monogamie immer noch für tauglicher und akzeptabler gehalten wird als das Ausleben des sexuellen Triebs.
Indem Annina Furrer intime Einblicke in das Leben von SeitenspringerInnen mit Geschichten aus dem Alltagsgeschäft rund um die heimliche Liebe verbindet, hat sie eine elegante Form gefunden, um die paradoxe Situation sichtbar zu machen, in der sich unsere Gesellschaft befindet. Wir suchen die Freiheit und das Abenteuer, doch wenn es um die Liebe geht, ist alles ein bisschen anders. Wie weiter also? Dieser Frage nähert sich «Heimliche Liebe» an, jedoch ohne den Anspruch zu haben, eine Allerweltslösung zu präsentieren. Denn diese gibt es bekanntlich nicht. Nur indem wir uns aktiv mit diesen Fragen auseinandersetzen, haben wir jedoch überhaupt die Möglichkeit, einen für uns – und für unser Beziehungsleben – stimmige Antwort zu finden. Mit «Heimliche Liebe» möchten wir einen ebenso unterhaltsamen wie informativen Beitrag an diesen Denkprozess und an diese Diskussion leisten.

 

Info
Directed by Annina Furrer
Written by Annina Furrer
Production Lomotion AG
Producer Magdalena Welter, Louis Mataré
Cinematography Simon Huber
Editing Konstantin Gutscher
Location Sound Mix Balthasar Jucker

In Koproduktion mit


Mit finanzieller Unterstützung von